Bronze für Amelie über 100m

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vom 26. – 28.07.19 in Ulm wurden die Essener Farben von den Jugendlichen gut vertreten.

Über 100 m der U 20 ging Amelie Dierke vom Werdener Turnerbund ins Rennen. Nach 11,85 sek. im  Vorlauf und 11,84 sek. im Halbfinale erreichte sie sicher das Finale.

Amelie Dierke

Im letzten Jahr stand sie als Vierte neben dem Treppchen. Nach einem guten Start stürmte sie bei 0,1 m Gegenwind in 11,76 sek. als Dritte über die Ziellinie. Mit dieser Zeit verfehlte sie lediglich um 2/100 sek. den Essener Stadtrekord aus dem Jahre 1978 von Britta Knickenberg ( Werden ).

Viktoria Heising ( TLV Germania Überruhr ) schaffte in ihrem ersten Jahr in der U 18 nicht nur die Qualifikation für die Meisterschaften. Als Zweite in ihrem Vorlauf über 400 m Hürden in 64,03 sek. eroberte sie sich ein Platz im Finale. Mit der Zeit von 63,43 sek. erzielte sie einen ausgezeichneten siebten Platz.

Zum Meisterschaftstermin top fit waren auch die vier Jungen von TLV Germania Überruhr in der 4 x 100 m Staffel der U 20. Mit der Zeit von 43,35 sek. verbesserten Lennart Jahn, Timon Streit, Noah Herrmanny und Jonas Schroeder ihre Saisonbestmarke um 3/10 sek. und belegten einen nicht zu erwartenden elften Platz.

Ein volles anstrengendes Programm hatte Timon Streit. Neben der 4 x 100 m Staffel ging er auch noch in der U 18 über 200 m und 400 m an den Start. Persönliche Bestmarken waren der Lohn für die harte und gute Trainingsarbeit. 22,42 sek. über 200 m und 50,10 sek. über 400 m. Mit der 400 m Zeit qualifizierte er sich auch für das B – Finale und erzielte mit 50,67 sek. hier den vierten Platz.

Während alle o. g. Athleten schon mal „Deutsche Meisterschaftsluft“ schnuppern durften, waren es für Gabriel Wusu ( LT Stoppenberg ) die ersten Titelkämpfe. Mit 22,56 sek. verpasste er knapp seine persönlich Bestzeit und wurde in seinem Vorlauf Fünfter. Da er nächste Jahr auch noch der U 20 angehört, sind die nächsten Ziele schon gesteckt.

Deutsche Seniorenmeisterschaften

Vom 12.07.-14.07. fanden im thüringischen Leinefelde-Worbis die diesjährigen deutschen Seniorenmeisterschaften statt.

Insgesamt machten sich 11 Essener Athleten und deren Betreuer auf den Weg.

Die Athleten trotzten den widrigen Witterungsbedingungen Gewittern und Starkregen am Freitag und mit Dauerregen am Samstag.

Die herausragende Leistung aus Essener Sicht gelang Stefan Heidersdorf vom Essener Leichtathletikverein mit der Silbermedaille über 1500m der M55 in 4:48,69 min.

Aber auch die anderen Essener Athleten konnten mit ihren Leistungen zufrieden sein:

AltersklasseNameVereinDisziplinErgebnis
M75Udo HaßeELV800m6. Platz 3:09:85 min.
M60Andreas am OrdeELV800m15. Platz 2:44:92 min.
M55Stefan HeidersdorfELV1500m2. Platz 4:48,69 min.
M50Joachim Tidow ELVDiskus8. Platz 36,82 m
M40Philippe AbrahamLAC THG Kettwig5000m6. Platz 16:35:16 min.
M35Fabian DichansAyyo Team Essen5000m6. Platz 15:47:13 min.
W50Petra LaserichTLV Germania Überruhr100m8.Platz 15:08 sec.
200m11. Platz 31:19 sec.
Hochsprung10. Platz 1,20 m
Nicole vom HofeTLV Germania Überruhr200m4.Platz 28,52 sec.
Marion SchürenbergDJK LC Assindia EssenKugel6. Platz 11,16 m
Diskus7. Platz 29,01 m
W45Anja TempelhoffELV200m10.Platz 31,33 sec.
400m5. Platz 69,29 sec.
W35Alexandra Koch TLV Germania Überruhr100m5. Platz 13,52 sec.
200m6. Platz 27,91 sec.
400m6. Platz 66,57 sec.

(Martin Schürenberg)

Fünf Medaillen für Essener Leichtathleten bei den NRW-Jugendmeisterschaften

Bei den NRW-Jugendmeisterschaften, die im Rahmen der Ruhr-Games ausgetragen wurden, überzeugten die Essener Leichtathletinnen und Leichtathleten mit guten Leistungen und insgesamt fünf Medaillen.

Allen voran Viktoria Heising und Timon Streit (beide TLV Germania Überruhr) mit jeweils zwei Medaillen auf ihren Paradestrecken, sowie Sebastian Knorn (Werdener Turnerbund) mit einer Medaille im Speerwurf.

Viktoria Heising sicherte sich am ersten Meisterschaftstag der Altersklasse U18 in einem spannenden 400-Meter-Hürdenrennen die Bronzemedaille in neuem Vereinsrekord von starken 63,27 Sekunden. Damit unterbot sie erneut die DM-Norm auf dieser Strecke. Am zweiten Meisterschaftstag ließ sie über 400-Meter eine Silbermedaille in neuer persönlicher Bestzeit von 58,31 Sekunden folgen und unterbot auch auf dieser Strecke die DM-Norm für Ulm. Hier hat sie nun die Qual der Wahl.

Viktoria Heising und Timon Streit bei ihrer Siegerehrung (Foto/Montage: Nicole vom Hove)

Timon Streit sicherte sich am Samstag die SIlbermedaille über 200-Meter und blieb mit seiner Siegerzeit von 22,46 Sekunden nur um zwei Hundertstelsekunden unter seiner Bestleistung sowie erneut unter der DM-Norm. Am zweiten Meisterschaftstag machte er es über 400-Meter richtig spannend. In Führung liegend musste er sich kurz vor dem Ziel nur dem Sieger Alexander Lind aus Wenden geschlagen geben und sprintete mit 50,79 Sekunden als Vizemeister wieder eine tolle Zeit, die seine gute Form im Hinblick auf die Jugend-DM unterstreicht. 

Sebastian Knorn zeigte in der Altersklasse M14 erneut, dass er ein guter Speerwerfer ist. Mit einer Weite von 39,78 Metern blieb er nur wenig unter seiner bisherigen Bestleistung von 42,00 m und sicherte sich die Bronzemedaille. Dabei blieb er vor allen Konkurrenten aus dem LVN und musste lediglich zwei Athleten aus dem Leichtathletikverband Westfalen den Vortritt lassen.

Sebastian Knorn (Bild: Werdener Turnerbund)

Noah Herrmanny vom TLV Germania Überruhr verbesserte sich im 110-Meter-Hürdensprint der Altersklasse U18 auf 15,15 Sekunden. Damit rückt er der DM-Norm immer näher. Er erreichte damit Platz vier im Finale, ebenso wie Niklas Schwittay im Diskuswurf mit 41,41 Metern und Lukas Joszko (beide Altenessener TV) im Speerwurf der U18 mit 47,41 Metern.

Hürdenläuferin Clara vom Hove (TLV Germania Überruhr) lief über 400-Meter-Hürden der Altersklasse U20 auf den fünften Platz auf NRW-Ebene. Diesmal kam sie jedoch an zwei der zehn Hürden etwas aus dem gewohnten Rhythmus und zeigte sich noch nicht ganz zufrieden. Meike Niermann (TUSEM) freute sich Dreisprung über 11,02 Meter, ebenfalls Platz fünf.

Clara und Noah vom TLV wollen die DM-Norm in den nächsten Rennen erneut angreifen ebenso wie Gabriel Wusu vom LT Stoppenberg, dem über 200-Meter (22,72s, 7. Platz) nur noch gut zwei Zehntelsekunden fehlen. Wir drücken allen dreien die Daumen!

(Text: Nicole vom Hove)

Ein stürmischer Pfingstsamstag mit einem Feuerwerk toller Leistungen

Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften über 10.000 m am Hallo in Essen – Stoppenberg lautete die Wettervorhersage „Viel  Sonne bei 32 Grad“. Von Tag zu Tag wurde es immer kühler und stürmischer. 215 Läufer/innen aus 151 Vereinen hatten in unterschiedlichen Altersklassen gemeldet. Wesentlich mehr als bei Meisterschaften in den Vorjahren.

Zu Beginn der Veranstaltung war es sehr stürmisch und die Athleten/innen hatten sehr unter diesen Bedingungen zu kämpfen. Ein wunderschöner Regenbogen nach einem kurzen Regenschauer war da nur ein kleiner Trost.

In den Abendstunden war es dann gefühlt windstill. Mit 13 Grad und klarer Luft herrschten dann ideale Bedingungen für die Läufer/innen.  Hervorragende Zeiten wurden abgeliefert.

Alina Reh aus Ulm ging als klare Favoritin mit dem Ziel, die Qualifikation für die Weltmeisterschaften ( 31:50 min. ) zu unterbieten, ins Rennen.  Sie ging sehr mutig das Rennen an. Kurz vor Schluss hatte sie dann alle 20 mitlaufenden mindestens einmal überholt. Nach 31:19,87 min. überlief sie unter großem Beifall freudestrahlend die Ziellinie. Eine Zeit, mit der sie nicht gerechnet hatte. WM -Quali erreicht und nur knapp den Deutschen Rekord verpasst.

Alina Reh Foto: Wolfgang Kühnert, TLV Eichenzell
Favoritin im Rennen: Alina Reh (Foto: Wolfgang Kühnert, TLV Eichenzell)

Im Rennen der Männer und der U 23 wurden 36 Läufer ins Rennen geschickt. Eine echte Herausforderung für das Kampfgericht. Eine lange Perlenkette beherrschte die 400 m Rundbahn.

Während bei den Damen Alina Reh das Feld deutlich beherrschte, gab es hier  viele spannende Positionskämpfe. Letztendlich holte sich der Favorit Richard Ringer in 28:28:89 min. die  Deutsche Meisterschaft 2019. Was aber dahinter passierte, hat es so wohl noch nicht gegeben. Im gesamten Jahr 2018 schafften es elf Männer unter der 30 Minutengrenze zu bleiben. Als die Uhr auf dreißig Minuten umsprang, waren bereits 19 Männer  im Ziel.  Vier Läufer blieben sogar unter 29 Minuten. Da wird wohl Ende des Jahres in der Deutschen Bestenliste sehr oft das Datum 8.6./Essen stehen.

In der Wertung der U 23 unterboten gleich vier Aktive die Norm ( 29:30 min.) für die Europameisterschaften. Leider kann der DLV nur drei Läufer entsenden. So sehr sich auch der Vierte über die tolle Zeit freuen konnte, ist es schon auch etwas bitter.

Gleich drei Damen der U 23 konnten ebenfalls die Norm für die Europameisterschaften unterbieten.

Da wollten die Damen U 20 über 5.000 m nicht nachstehen. Auch hier schafften Drei die Qualifikation für die Europameisterschaften.

Aber auch Essen kann auf das Abschneiden seiner Athleten stolz sein.

Platz 1 und damit Deutsche Meisterin in der Klasse W 35 wurde Katrin Wand von TLV Germania Überruhr.

M 40        4. Philippe Abraham    LAC THG Kettwig

M 45        4. Björn Tertünte          Ayyo Team Essen

U 23       11. Till Grommisch          TLV Germania Überruhr

Till Grommisch in voller Fahrt Foto: Wolfgang Kühnert, TLV Eichenzell
Till Grommisch in voller Fahrt (Foto: Wolfgang Kühnert, TLV Eichenzell)

Es war ein sehr erfolgreicher  Läuferabend in Essen, der nicht so schnell vergessen wird.

Gegen 23:15 Uhr war dann das Stadion geleert. Lediglich die Dopingkontrolleure mit einigen Aktiven waren noch weiterhin tätig.

Weitere Fotos der Veranstaltung können hier eingesehen werden. (externer Link)

Der örtliche Ausrichter Werdener Turnerbund und der Förderverein der Essener Leichtathletik bedanken sich für die Unterstützung  vieler Essener  Vereine und beim LVN.

(Text: Reinhard Lehmann; die Fotos wurden uns freundlicherweise von Wolfgang Kühnert, TLV Eichenzell überlassen. Vielen Dank Wolfgang!)

Sieg für Anna Maria Hiegemann

Heute fanden in Viersen die  Regionsmeisterschaften im 10 Km Straßenlauf statt. Ein sportliches Ereignis bei welchem Athleten unter anderem auch ihre fehlenden Qualifikationsleistungen erbringen können. Mit dabei war Anna Maria Hiegemann vom LT-Stoppenberg e.V.. Mit sehr guter Form und Selbstvertrauen lief Anna in 37:22,00 min als erste Frau ins Ziel und darf sich Regionsmeisterin nennen. Herzlichen Glückwunsch!

(Text: Rolf Bednarzik)

Anna Maria Hiegemann (Bild: Rolf Bednarzik)

Sprinter- und Werfertag am 1.5.19 in Bochum

Fünf  Athleten nutzten die Möglichkeit in die Saison zu starten. Beim USC Bochum wollten Julian Rzepka, Gabriel und Michael Wusu, Noel Schlegel (alle LT Stoppenberg) und Niklas Schwittay (ATV) einen guten Saisonstart hinzulegen. Leider blieb Julians Auto auf der Anfahrt liegen, so dass Julian gar nicht mitmachen konnte.

Sein Mitfahrer Gabriel nutzte dann die paar Kilometer bis zum Stadion zum Einlaufen. So war er denn auch erst eine Viertelstunde vor dem 100 m-Start der U20 auf der Anlage. Er belegte den ersten Platz mit für ihn mäßigen 11.57 s, was aber angesichts der Umstände nicht verwunderlich war.

Gabriel Wusu

Niklas begann mit dem Diskuswurf der U18, den er als Erster mit 34,58 m abschloss. Noel sicherte sich ebenfalls den ersten Platz mit 22,94 m im Speerwurf der M13. Michael bestätigte seine ansteigende Form sowohl beim Diskuswurf mit 20,62 m als 6. und im Kugelstoß mit 8,72 m als Dritter. Bei seinem ersten Start über 400 m blieb Gabriel verständlicherweise etwas unter seinen Möglichkeiten. Mit 52,30 s wurde er trotzdem Erster in der U20. In beiden Wettbewerben (100 m u. 400 m) reichten seine Zeiten für die Qualifikation zu den NRW-Meisterschaften. Niklas erzielte beim 200 m-Lauf mit der Zeit von 24,88 s eine persönliche Bestzeit. Er wurde damit Dritter und erreichte die B-Norm für die NRW-Meisterschaften.

Alles in allem ein gelungener Bahnauftakt an dem insgesamt 244 Sportler und Sportlerinnen teilnahmen.

Damenquartett darf zu den Deutschen Meisterschaften

Direkt zu Saisonbeginn haben die jungen Damen ( U 20 ) der Startgemeinschaft Essen/ Ruhr bei den Regionsstaffelmeisterschaften eine Rakete gezündet. Ziel war es,  mit der 4 x 400 m Staffel die Qualifikation ( 4:10,0 min. ) für die Deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Wetzlar zu unterbieten.

Bild: Nicole vom Hove

Hanna Kowalski, Viktoria Heising, Celine Rudolph (alle TLV Germania Überruhr) und Elly Wrede (Werdener Turnerbund) liefen ein mutiges Rennen und wurden mit der tollen Zeit von 4:04,37 min. belohnt. Wetzlar, Essen wird kommen.

Die U 20 Herren aus Überruhr ( Timon Streit, Noah Herrmanny, Jonas Schroeder, Alexander Löper ) liefen über 4 x 100 m mit 44,58 sek. ebenfalls eine gute Zeit und haben damit auch gute Aussichten, noch die Qualifikation für die Deutschen zu schaffen.

Werfertag des LT Stoppenberg

Am Sonntag, dem 7. April 2019 startete die Freiluftsaison auf der Sportanlage “Am Hallo”. Zum Werfertag des LT Stoppenberg meldeten sich 92 Sportler und Sportlerinnen bei sonnigen Temperaturen zum Wettkampf.
Herausragende Leistungen zeigten Korinna Lömker und Michelle Berger vom TV Wattenscheid im Diskus mit Würfen an die 49 m, ebenfalls im Diskus Ayden Warnt vom ART Düsseldorf mit 44 m (MJU18) sowie Joel Wireko (MJU16) vom ASC Düsseldorf, der sowohl im Kugelstoß mit 14,20 m, als auch im Diskus mit 48,48 m und im Speer mit 44,60 m dominierte.
Einzelsiege gab es auch für viele Essener Sportler und Sporterinnen.
Teilgenommen haben auch die Sportler und Sportlerinnen, die an den voraufgegangenen Wochenenden am Speerwurflehrgang unter Leitung des NRW-Disziplintrainers Thomas Stienemeier teilgenommen haben. (Wie berichtet, wurde dieser Lehrgang vom Förderverein angestoßen und finanziert) Man konnte deutliche Leistungssteigerungen bei den Sportlerinnen und Sportlern feststellen, insbesondere bei Tobias Buchmüller vom WTB und Dominik Polenz vom TuSEM.

(Bericht: Knut Jendruck)

Hier gibt es die Ergebnisliste zum Download: Link

Neuer Vereinsrekord der SG Essen/Ruhr

Die Leichtathleten des TLV Germania Überruhr kehrten erfolgreich von der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen zurück.

Schon am Freitagmittag ging es los in Richtung Glaspalast Sindelfingen, wo die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften stattfinden würden. Etliche Staus verlängerten die Fahrzeit um fast zwei  Stunden und die Beine der sechs mitgereisten Leichtathleten waren ein wenig schwer. Nach der Ankunft ging es daher erstmal in die Leichtathletikhalle im Glaspalast, um die Wettkampfstätte zu besichtigen und ein kleines Aufwärmprogramm zum Lockern der Beine zu absolvieren.

Foto: Nicole vom Hove

Am Samstagmittag, einige Stunden vor Wettkampfbeginn, machten sich die Läufer auf den Weg zur  Wettkampfstätte, um schon ein wenig Meisterschaftsluft zu schnuppern und die tolle  Atmosphäre im Glaspalast zu genießen . Am Nachmittag hieß es dann für alle sechs Läufer:  Aufwärmen, letzte Staffelwechsel üben und einige schnelle Antritte vor dem eigentlichen Start absolvieren. Ein großes Starterfeld von  39 Staffeln war für die 4mal 200-Meterstaffel gemeldet und die jugendlichen Leichtathleten aus Essen standen mit Platz 28 auf der Meldeliste eher in hinteren Bereich. Bereits die Qualifikation für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften war ein Riesenerfolg für die jungen Athleten, alles andere sollte Zugabe sein. 32 Staffeln  gingen schließlich an den Start und für die Essener Leichtathleten hieß es:  Alles geben, gute Wechsel abliefern und in den Bereich der Bestzeit, die bei 1:33,68Minuten lag, zu laufen. Im zweiten von acht Staffelläufen war es dann endlich soweit:  „Auf die Plätze, fertig und Startschuss“ für vier Athleten des TLV Germania Überruhr, die für die Startgemeinschaft Essen/Ruhr an den Start gingen. Startläufer Timon Streit, der Jüngste im Bunde, legte flott los und übergab das Staffelholz sicher an Jonas Schroeder, den erfahrensten der vier Staffelläufer. Jonas sprintete mit großen , schnellen Schritten  durch die zweite Kurve und schickte nach einem perfekten Wechsel Noah Herrmanny ins Rennen. Schlussläufer Alexander Löper mobilisierte noch einmal alle Kräfte und stürmte nach 1:32,78 Minuten in neuer Bestzeit über die Ziellinie. Nach dem  Zieleinlauf war klar, die Jungs hatten nicht nur die alte Saison- Bestmarke unterboten, sondern auch einen neuen Vereinsrekord für den TLV Germania Überruhr aufgestellt. Immer mit toller Unterstützung dabei: die beiden Ersatzläufer Ton Drange und Henk Hinze, die die Staffelläufer kräftig anfeuerten.

In der Endabrechnung platzierte sich das Quartett auf einem hervorragenden 11. Platz bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften und freute sich über die gute Mannschaftsleistung. Im Sommer will die Staffel dann wieder angreifen – diesmal über die kurze Sprintstaffel von 4mal 100 Metern.

Text: Nicole vom Hove

Erfolgreiche Essener Vereine

Bei den Landesmeisterschaften des Leichtathletikverbandes Nordrhein und bei den NRW-Meisterschaften der Leichtathleten, die beide in der neuen Leverkusener Leichtathletik Halle ausgetragen wurden, behaupteten sich die Essener Leichtathleten gut gegen die starke Konkurrenz der Großvereine.

Mateusz Lewandowski und Timon Streit (Foto: Nicole vom Hove)

Erfolgreichster Athlet war der erst 15-jährige Timon Streit vom TLV Germania. Er nahm bei den Meisterschaften des Leichtathletikverbandes Nordrhein erstmals die 400-Meter-Sprintstrecke in Angriff und stürmte dort in glänzenden 51,98s zum Titel. Im 60m-Sprint zeigte er als Fünfter in guten 7,22 Sekunden, dass der erst kürzlich von Vereinskamerad Lennart Jahn aufgestellte Vereinsrekord von 7,21 Sekunden in Gefahr ist. Bei den NRW-Meisterschaften, zwei Wochen später, setzte Timon Streit dann auf die 200-Meter-Sprintstrecke. Nach einem furiosen Start durcheilte Timon die Hallenrunde mit großen, schnellen Schritten und legte auf den Zielgraden gegenüber der Konkurrenz in seinem Zeitlauf noch einmal mächtig zu. Die Zeitmessung zeigte mit 22,78 Sekunden nicht nur eine großartige neue Bestzeit, sondern exakt die gleiche Zeit, wie beim Schalker Erfolgsläufer Mateusz Lewandowski einige Läufe zuvor. In der Endabrechnung wurden daher zwei Meistertitel verteilt und beide Läufer standen gleichberechtigt ganz oben auf dem Siegertreppchen. Auch der 19-jährige Till Grommisch, ebenfalls TLV Germania Überruhr, konnte sich über die 1500-Meter bei den Landesmeisterschaften und die 3000-Meter bei den NRW-Meisterschaften jeweils als Dritter der Männerklasse über einen  Platz auf dem Treppchen freuen. Über 3000-Meter stoppte die Uhr nach guten 8:37,91 Minuten und lässt auf den Sommer mit den längeren Laufstrecken hoffen. Vereinskamerad Jakob Kolodziej freute sich als Dritter der Landesmeisterschaften des Leichtathletikverbandes Nordrhein über Bronze der Männerklasse und übersprungene 1,98 Meter.

Till Grommisch (Foto: Nicole vom Hove)

Mit Noah Hermanny (TLV) erreichte ein weiterer Athlet der Jugendklasse U18 bei beiden Meisterschaften ein Sprintfinale: Über die 60-Meter-Hürden-Sprintstrecke kam Noah erst gegen Ende des Hürdensprints so richtig in Fahrt und freute sich über eine neue Bestzeit von 8,80 Sekunden. Mit dem 17-jährigen Jakub Jon als Achtem über 800-Meter der Altersklasse U20 in Hallenbestzeit von 2:02,36 Minuten wusste ein weiterer TLV-Athlet zu überzeugen.

Bei den weiblichen Athletinnen konnten Viktoria Heising vom TLV Germania Überruhr als Vizemeisterin des Leichtathletikverbandes Nordrhein über 400-Meter sowie Meike Niermann vom Tusem Essen als Dritte sowohl bei den Landesmeisterschaften als auch bei den NRW-Meisterschaften im Dreisprung der Altersklasse U20 mit 10,99 Metern zu überzeugen.

Essener Staffel (Foto: Nicole vom Hove)

Auch in den Staffeln waren die Essener Leichtathleten erfolgreich: Die Startgemeinschaft Essen/Ruhr mit Timon Streit, Jonas Schroeder, Noah Hermanny und Alexander Löper (alle TLV) sicherte sich bei den Landemeisterschaften des Leichtathletikverbandes Nordrhein in einem packenden Staffelrennen über 4×200 Meter die Vizemeisterschaft und die Qualifikation für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften.

Die 3-mal-1000-Meterstaffel der Männer ging bei den NRW-Meisterschaften an den Start. Nach krankheitsbedingten Ausfällen sprangen gleich zwei Jugendliche spontan ein. Und freuten sich in der Besetzung Till Grommisch, Jakub Jon und Youngster Florian Soddemann (alle TLV) über 8:17,23 Minuten und Platz vier.

Der Start in die Hallensaison ist den Essener Leichtathleten geglückt. Für die Staffel der Startgemeinschaft Essen/Ruhr geht es am kommenden Wochenende nach Sindelfingen zur DM. Bis dahin soll noch verstärkt an den Wechseln gearbeitet werden, um in Sindelfingen mit einer guten Zeit zu überzeugen.

(Text: Nicole vom Hove)