Am letzten Juli-Wochenende wurden im Wattenscheider Lohrheidestadion die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer und Frauen ausgetragen, dabei wurde im ausverkauften Lohrheidestadion den Zuschauern Leichtathletik auf höchstem Niveau geboten. Unter ihnen starteten auch vier Essener Athleten, die ihre Stadt glänzend vertraten.
Zu einer Flugschau wurde hier der Wettkampf der Weitspringer der Männer, als Kevin Brucha, TLV Germania Überruhr, zu seinem letzten entscheidenden Sprung abhob – mit einem Satz von 8,04 Metern stellte er erneut seinen eigenen Stadtrekord ein. Kurz nach seinem Sprung hielt er neben der Sprunggrube inne, doch dann brach es aus ihm heraus; Brucha riss die Arme hoch und war voller Glück nicht mehr zu bremsen über den Gewinn der DM-Silbermedaille. Ein großer Verdienst geht auch an seine Trainerin Ksenija Balta, die auf der Tribüne saß und ihm immer wieder wertvolle Informationen lieferte. Ebenso hat Brucha das volle Vertrauen des 2. Vorsitzenden des TLV Germania Überruhr, Tim Husel, der ihn nach Überruhr holte.
Nächstes Ziel des nationalen und internationalen Top-Weitspringers werden die Europameisterschaften in Birmingham sein, die vom 10. Bis 16. August auf der „Insel“ stattfinden. In der jetzigen Topform sind noch weitere Steigerungen des hochbegabten Athleten möglich.
Einen eindrucksvollen Wettkampf lieferte die für den Werdener Turnerbund startende Sophie Ritter beim 100-Meter-Lauf der Frauen ab. Die junge Sprinterin (Jahrgang 2007) zeigte sich weiter in einer hervorragenden Form. Den 1. Vorlauf lief Ritter in der sehr guten Zeit von 11,78 Sekunden. Erst kürzlich feierte die junge Läuferin der U20 ihren größten Erfolg mit dem Gewinn der Bronzemedaille, die Zeit betrug dabei 11,71 Sekunden. Zudem erfüllte die von Michael Nowotnik trainierte Läuferin auch gleichzeitig die WM-Norm. Schon jetzt gehört die junge, hochtalentierte Sprinterin zu den stärksten Nachwuchsleichtathletinnen Deutschlands.
In guter Verfassung befanden sich die beiden Essener Frauen, die sich für den 5.000-Meter-Lauf qualifiziert hatten. Während Anna Maria Hiegemann (LT Stoppenberg) auf Platz 23 nach 16:55,05 Minuten durchs Ziel lief, benötigte Annika Börner (Ayyo Team) als 26. dafür 17:11,13 Minuten.
Text: Bruno Krüger